Therapien

Logopädie Stimmstörung

Wann ist eine logopädische Stimmtherapie sinnvoll und notwendig?

  1. Wenn Sie häufig Sprechbelastungen (z.B. im Beruf oder im privaten Alltag) haben und die Stimme sich nicht oder nur langsam erholt. Man spricht dann von einer "hyperfunktionellen oder hyperkinetischen Dysphonie".
  2. Wenn eine HNO ärztliche oder phoniatrische (stimmärztliche) Heilmittelverordnung vorliegt.
  3. Unbedingt und sofort nach Schilddrüsen-OP mit Verletzung des Stimmlippennervs (Recurrensparese).
  4. Nach Teil- oder Komplettentfernung der Stimmlippen (Resektion). Diese und weitere genannte Fachbegriffe finden Sie in unserem Lexikon erklärt.

Lesen Sie folgende Begriffe auf Ihrem Rezept, dann liegen organische Befunde vor:

  • Reinke-Ödem
  • Polyp
  • Spasmodische Dysphonie
  • Stimmlippenspalt
  • Schreiknötchen
  • Leukoplakien
  • Dystonie

Übungen

Tägliche Stimmübungen stärken Ihre Stimme. Ersetzen jedoch keine Stimmtherapie.

Tipps für den Alltag:

  1. Summübungen

Summen Sie die nachfolgenden Laute je fünf Sekunden lang auf einem Ton. Lassen Sie danach die Einatemluft ruhig einströmen und setzen Sie erneut mit Summen an. Tun Sie das insgesamt 10x für jeden Laut.

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  1. Atemübungen

    Hecheln Sie ruckartig und ziehen Sie dabei den Bauch ruckartig ein. Anschliessend lassen Sie Ihn locker nach aussen fallen. Führen Sie die Übungen 10x hintereinander aus.

    H - Einatmung langsam kommen lassen - h - Einatmung langsam kommen lassen - H - Einatmung langsam kommen lassen.....

  2. Artikulationsübung

    Lockern Sie Ihren Kiefer, indem Sie eine Luftblase fest in Ihren Mund nehmen. Spüren Sie die Spannung der Wangen und lassen Sie die Luftblase nun platzen. Anschliessend klappt der Mund leicht auf und Sie machen eine kurze Pause. Insgesamt führen Sie die Übung 5x durch.

    Luftblase - Kiefer fallen lassen - Luftblase - Kiefer fallen lassen