Therapien

Myofunktionelle Störungen

Der Mund hat viele verschiedene Aufgaben. Er dient zum Sprechen, aber auch zur Aufnahme von Sinneseindrücken, die an den Körper weitergeleitet werden, wie Schmecken, Betasten (harte/weiche Konsistenzen), Kauen, Formen von Speisen und Schlucken.

Besonders wichtig ist hierbei das richtige Schlucken. Beim Schlucken im Kindesalter formt die Zunge den Gaumen; dies ist die Voraussetzung für eine richtige Sprechweise.

Für das Atmen aber ist die Nase zuständig, nicht der Mund!!

Eine Störung der Mundfunktion bezeichnet man als myofunktionelle Störung.

Ursachen

  • Verwendung eines Flaschensaugers mit zu geringer
    Lippenauflage im Säuglingsalter
  • zu großes Loch im Flaschensauger
  • häufiger und lang anhaltender Schnullergebrauch
  • gewohnheitsmäßige Mundatmung
  • Daumen lutschen
  • mangelnde Nasenatmung bei häufigen Erkältungen
  • angeborene Fehlbildungen Mund-, Kiefer- Gesichtsbereich

Bei einer myofunktionellen Störung verändert sich das Mundbild, das Schluckmuster und die Aussprache. Ein typisches Bild zeigt sich durch:

Symptome

  • Häufig geöffnete Lippen
  • Die Lippen sind häufig trocken oder verdickt und schlaff
  • Die Ruhelage der Zunge befindet sich an den Zähnen oder dazwischen
  • Beim Schlucken rutscht die Zunge sichtbar nach vorne
  • Aussprachestörungen bei s und sch
  • Teilweise Veränderung der Zahnstellung